Der Westpark – Eine grüne Lunge mitten in München. In einer wachsenden Stadt wie München ist der Westpark ein unverzichtbarer Rückzugsort für Mensch und Natur. Er trägt zur Lebensqualität der Bewohner bei und schafft eine Balance zwischen Urbanität und Natur. Der Westpark, ursprünglich für die Internationale Gartenbauausstellung 1983 angelegt, ist eine der wichtigsten Erholungsoasen Münchens.
Ein wesentlicher Bestandteil der Parkgestaltung ist das durchdachte Wegenetz, das Besucherströme durch eine klare Hierarchie aus Haupt- und Nebenwegen lenkt. Dieses Netz ermöglichte es, den Park als Ruheoase zu genießen und gleichzeitig reibungslose Bewegungsabläufe zu gewährleisten.
Nach fast 40 Jahren intensiver Nutzung waren die Wege stark sanierungsbedürftig: Risse, Abnutzung, mangelnde Entwässerung und ästhetische Mängel beeinträchtigten Sicherheit und Erscheinungsbild.
Die Kieswege waren durch Erosion und Abnutzung stark in Mitleidenschaft gezogen, insbesondere in abschüssigen Bereichen.
Defekte oder zerstörte Entwässerungssysteme führten zu Pfützenbildung und Problemen bei starken Niederschlägen.
Es wurden 40.000 m² befestigte Wege sowie 3.000 m² Kieswege saniert. Der Fokus lag auf nachhaltigen Methoden, wobei über 95 % der Asphaltflächen erhalten und mit umweltfreundlichen Sanierungsverfahren und Baumaterialien aus der Region saniert wurden.
Der Fokus lag auf einer umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Durchführung, die bestehende Strukturen maximal nutzten, um Abfall und Kosten zu minimieren. Darüber hinaus hatte die Sanierung folgende Ziele:
Als erster Schritt der Sanierung wurden die Wegeflächen und ihre Granit-Randbegrenzungen gründlich mit einer Unkrautbürste und Hochdruckwasser gereinigt. Mit dem Heiß-Pressluft-System werden Risse und Fugen unter hohem Druck mit erhitzter Luft gründlich gereinigt und im Anschluss vergossen.
Die bestehenden asphaltierten Wege wurden partiell überarbeitet, indem Heißasphalt verwendet wurde, um ein optimales Gefälle für eine verbesserte Entwässerung zu schaffen (Abb. links).
Kieswege wurden durch ein Fräsverfahren aufbereitet, neu profiliert und abschließend mit einem Split-Sand-Gemisch in wassergebundener Bauweise wiederhergestellt (Abb. rechts).
Erste Schicht: Bitumenemulsion mit Edelsplitt Gesteinskörnung 2–5 mm
Zweite Schicht: Feiner Rundkornriesel Gesteinskörnung 2–4 mm für eine ansprechende Optik
Walzen der Flächen: Mehrere Übergänge mit Gummiradwalzen sorgten für eine dichte, langlebige Verbindung der Schichten.
Dank präziser Planung und enger Abstimmung aller Beteiligten konnte der Park während der gesamten Bauzeit uneingeschränkt genutzt werden. Auch Veranstaltungen fanden wie gewohnt statt.
Nach Abschluss der Arbeiten erstrahlt der Westpark in einem helleren, moderneren Erscheinungsbild. Die natürliche Struktur der Oberfläche, fügt sich nahtlos in die Parklandschaft ein, gewährleistet eine angenehme Begehbarkeit und überzeugt durch ihre rutschfeste, wetterbeständige Beschaffenheit.
Die Oberfläche wird maßgeblich durch den in der zweiten Lage eingearbeiteten Riesel 2/4 geprägt und bietet die gleiche hochwertige Optik, wie der Olympiamastix-Belag, der in München weit verbreitet ist – jedoch zu einem Bruchteil der Kosten.
Der Blindengarten (links): Auf 700 m² entstand ein inklusiver Duft-Tast-Garten mit Hochbeeten und Sitzgelegenheiten für Sehbehinderte und Rollstuhlfahrer. Die Wege wurden mit Rundkorn für bessere Orientierung aufgewertet.
Der Rosengarten (rechts): 20.000 blühende Rosen können nun wieder auf neuen, komfortablen Wegen bewundert werden.
Die Sanierung des Westparks zeigt, dass nachhaltige Stadtplanung bestehende Strukturen modernisieren kann, ohne den Charakter eines Ortes zu verändern. München setzt hiermit ein Vorbild für ressourcenschonende Erneuerung. Der Westpark bleibt ein bedeutendes Stück Münchner Lebensqualität – jetzt zukunftsfähig und bereit für die nächsten Jahrzehnte.
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