Die Tränkdecke ist eine kostengünstige Alternative zwischen ungebundenem Unterbau und Asphaltbetondecke.
Sie erfordert nur leichtes Gerät für die Herstellung, ermöglicht jedoch hohe Tagesleistungen von bis zu 10.000 m².
Die Herstellung erfolgt mit Gestein aus der unmittelbaren Region, wodurch kurze Wege für den Nachschub des benötigten Materials gewährleistet werden.
Ein weiterer positiver Aspekt ist die farblich harmonische Integration in die Region und Umgebung.
Die Tränkdecke ist deutlich heller als eine Asphaltschicht, was die Aufheizung des Belags, durch Sonneneinstrahlung, verringert.
Dank ihrer Effizienz und Umweltverträglichkeit stellt die Tränkdecke eine langlebige und nachhaltige Lösung im Straßenbau dar, insbesondere in sensiblen Ökosystemen.
Ein Wirtschaftsweg, der auch als Radweg genutzt wird, dient sowohl land- und forstwirtschaftlichem Verkehr als auch Radfahrern. Diese Wege sind oft nicht explizit als Radwege ausgeschildert, aber für den Radverkehr freigegeben.
Merkmale und Vorteile:
Doppelte Nutzung Ermöglicht landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Radfahrern eine gemeinsame Nutzung.
Kosteneffizienz Keine zusätzlichen Infrastrukturmaßnahmen nötig, da vorhandene Wege genutzt werden.
Naturnahe Verbindung Oft abseits des Straßenverkehrs, ideal für Freizeit- und Alltagsradverkehr.
Aufreißen der Oberfläche Mit dem Grader wird der Weg bis zur Tiefe der Schlaglöcher aufgerissen.
Bearbeitung des vorhandenen Materials Das vorhandene Material wird mit dem Grader durchmischt und grob eingeebnet.
Vorverdichtung Erste Verdichtung des gelockerten Materials zur Stabilisierung.
Auftragen von zusätzlichem Material (bei Bedarf) Falls erforderlich, wird Mineralgemisch 0/22 oder ein anderes geeignetes Material aufgebracht und gleichmäßig verteilt.
Feinplanum erstellen Das Zusatzmaterial wird mit dem Grader fachgerecht verteilt und so geformt, dass eine optimale Entwässerung des Weges gewährleistet ist.
Endverdichtung Der Weg wird abschließend mit einem geeigneten Gerät verdichtet, um eine stabile und langlebige Oberfläche zu gewährleisten.
Splittvorlage Gestein
Nach Abschluss der Planiearbeiten folgt die Splittvorlage:
Gleichmäßige Splittverteilung Eine Schicht Splitt, z. B. Körnung 8/11, wird Korn an Korn mit einem Flächenstreuer aufgetragen.
Einsatz eines Flächenstreuers Durch Streubreiten von bis zu 3,20 m (pro Fahrzeug) wird eine gleichmäßige Verteilung gewährleistet, was die Effizienz steigert.
Schonung sensibler Randbereiche Da der Weg nicht durch schwere Maschinen im Randbereich belastet wird, bleibt die natürliche Umgebung unberührt.
Emulsion und Gestein 1. Lage
Für die Verteilung des Bindemittels kommen Spritzrampen zum Einsatz.
Diese ermöglichen eine variable Spritzbreite von 2,50 m bis 7,0 m. wodurch das Bindemittel gleichmäßig aufgetragen wird. Die flexible Spritzbreite sorgt für eine gleichmäßige Verteilung und gewährleistet eine optimale Verbindung zwischen den Schichten.
Durch den Einsatz von Spritzrampen können Bindemittelmengen bis 5 kg/m² je Spritzlage aufgebracht werden. Was bei Tränkungen von Schotterlagen erforderlich sein kann.
Unmittelbar nach der Spritzrampe erfolgt das Einstreuen des Gesteins durch LKWs mit Fallstreuern. Für die zweite Lage wird eine abgestufte Gesteinskörnung, z. B. 5/8, verwendet, die auf die 8/11-Splittvorlage abgestimmt ist.
Emulsion und Gestein 2. Lage
Der Einbau der zweiten Lage erfolgt nach dem gleichen Prinzip:
Unmittelbar nach der Spritzrampe wird der Splitt mit abgestufter Körnung zur ersten Lage, z. B. 2/5, gleichmäßig eingestreut.
Die abgestufte Körnung der einzelnen Lagen gewährleistet eine optimale Haftung und Verzahnung während des anschließenden Nachverdichtungsprozesses
Walzen
Verdichtung mit geeigneter Walze:
Eine Walze folgt dem Streuvorgang und drückt den Splitt gleichmäßig an, um eine feste Verbindung der Schichten zu sichern.
Walzen mit geeigneter Tonnage für die Verdichtung sind erforderlich.
Kombiwalzen vereinen die Vorteile zweier Bandagentypen und sind besonders vorteilhaft für die gleichmäßige Druckverteilung bei der Verdichtung.
Hydraulische Splittanpresswalzen an Kombinationsgeräten sind ungeeignet, da sie nicht die notwendige Verdichtungswirkung erzielen.